Musikerbiografien

Falk Zenker Falk Zenker:
Ensemblegründer von Nu:n, der Weimarer Gitarrist und Komponist Falk Zenker hat sich mit seiner fantasievollen und assoziativen Musik einen Platz unter den führenden deutschen Akustikgitarristen erspielt, dokumentiert in über 600 Solokonzerten und auf drei Solo-CDs bei Acoustic Music.
Stilbildend sind sowohl sein virtuoses Gitarrenspiel, sein spontanes Improvisationsvermögen und der gelegentliche Einsatz ungewöhnlicher Klanginstrumente und komplexer Live-Looping-Elektronik, mit denen er raumgreifende Klanggemälde webt. Darüber hinaus komponiert er für Film und Fernsehen, realisiert als Klangkünstler zahlreiche multikünstlerische Projekte und Klanginstallationen und konzertiert in Duos und Trios im In- und Ausland.
Beginnend als Schüler des ostdeutschen Freejazzgitarristen Joe Sachse, entwickelte er in seiner bisher 20-jährigen Musikerkarriere einen ganz eigenen musikalischen Kosmos, in den sein klassisches und Jazz-Gitarrenstudium in Weimar, seine regelmäßigen Studienreisen nach Andalusien, seine internationalen Tourneen mit dem chilenischen Songpoeten Oscar Andrade in den 90iger Jahren ebenso einfloss, wie seine zahlreichen Projekte auf dem Gebiet der elektroakustischen Musik, Klangkunst und Filmmusik in letzter Zeit. Seine Suche nach eigenen mitteleuropäischen Wurzeln führte ihn schließlich auch zur mittelalterlichen Musik und deren Studium und Integration in seine Musikwelt. www.falk-zenker.de
Gert Anklam Gert Anklam:
Mitbegründer von Nu:n, der Berliner Saxophonist und Komponist Gert Anklam tourte mit eigenen Jazz-, Welt- und experimentellen Musikprojekten durch die ganze Welt (Japan, China, Indien, Afrika, USA) und gab Soloperfomances an solch herausragenden Orten wie in der verbotenen Stadt in Peking oder in der General Assembly Hall der UNO in New York. Erste musikalische Sozialisation in der Freejazzszene der späten DDR erfahrend (Manfred-Schulze-Bläserquintett) wurde er in den 90iger Jahren bekannt mit seinen spektakulären Baritonsolokonzerten (CD „konzert für b“, Völkerschlachtdenkmal). In den vergangenen Jahren realisierte er neben zahlreichen Hörspielmusiken (z.B.: „Die wunderbare Welt des Jean-Henri Fabre“) vor allem intermediale Projekte zusammen mit seiner Lebensgefährtin Beate Gatscha (Tanz, Perkussion, Wasserstichorgel) und lud sich dazu immer wieder Musiker vor allem aus Asien ein (Wu Wei, Kuai Le Lü Xing). Er schöpft in seiner Musik aus dem Spannungsfeld zwischen traditioneller Musik aus Asien und eigenen europäischen Wurzeln, zwischen Schönklang, Experiment und Improvisation. www.gert-anklam.de
Nora Thiele Nora Thiele:
Aufgewachsen in einem musikalischen Elternhaus in Leipzig kam Nora Thiele früh in Berührung mit Klassik, Jazz und moderner Musik. An der Leipziger Musikhochschule studierte sie schließlich ethnische Perkussion, Schlagzeug und Klavier. Heute lebt sie als freischaffende Musikerin in Berlin. Nora Thieles Spezialgebiet sind alle Formen der Rahmentrommel, sowohl virtuos mit Fingern gespielt als auch in ihrem einzigartiges Frame Drum Set kombiniert. Als vielseitige und gefragte Perkussionistin konzertiert sie u.a. mit ihrer Renaissance Folk Band „The Playfords“, dem irakischen Oudspieler Saif Al-Khayyat und der britischen Ausnahmepianistin Julie Sassoon. 2011 begleitete sie auf dem Rudolstädter Tanz- und Folkfestival die Solisten des „magischen Instruments“ die Harfe. Seit 2012 arbeitet sie intensiv mit Falk Zenker und Ensemble Nu:n zusammen. 2013 gastierte sie mit dem Hilliard Ensemble und dem argentinischen Dirigenten Rubén Dubrovsky und ging mit der syrischen Arabic-Jazz-Sängerin Lena Chamamyan auf Tour. Sie gab bisher Konzerte in Deutschland, der Schweiz, Polen, Frankreich, Spanien, Italien, Türkei, Iran, Syrien und China. Sie komponiert Hörspielmusiken und wirkte bisher bei über 30 CD Produktionen mit.
In ihrer musikalischen Arbeit geht es ihr um das Ausloten von Schnittstellen, Grenzen und Übergängen von Genres, Epochen und Kulturen. Mit Stilsicherheit und experimenteller Spielfreude entstehen so neue musikalische Zusammenhänge. www.norathiele.de
Cora Schmeiser Cora Schmeiser:
Die in Rotterdam lebende Deutsche Cora Schmeiser studierte zunächst klassischen Gesang mit Spezialisierung für Moderne Musik in Den Haag, bevor sie sich intensiv der mittelalterlichen Musik zuwendete. Sie ist Mitglied des Ensembles „Ars Choralis Coeln“ unter der Leitung von Maria Jonas und tritt in Holland und Belgien mit dem Ensemble 'Trigon' auf. Die Begeisterung für moderne Musik (John Cage, George Aperghis), Textimprovisation und Klanggedichte (Kurt Schwitters) findet Ausdruck in Performances mit unterschiedlichen Kunstdisziplinen, womit sie in Festivals, wie Operadagen Rotterdam, Festival aan de Werf, Oerol-Festival en YO! Operafestival Utrecht regelmäßig auftritt. In ihrem neuen Programm 'Zeitreise einer Trobaidiz' hat die Sängerin eine Form gefunden, ihre beiden Musikfaszinationen verschmelzen zu lassen. Cora Schmeiser kam 2011 in das Ensemble Nu:n.
Nora Thiele Rebecca Bain:
Gründungsmitglied. die in Montreal lebende Kanadierin Rebecca Bain ist eine der wenigen Absolventinnen des Studiums für mittelalterlichen Gesang an der renommierten Schola Cantorum Basiliensis in Basel (CH) und gehört weltweit zu den führenden und bemerkenswertesten Sängerinnen in diesem Fach. Sie kann auf zahlreiche internationale Tourneen und CD-Produktionen mit solch renommierten Ensembles wie "Sequentia", "Sarband" und ihren eigenen Ensembles "Zorgina" und "Belladonna" zurückblicken. In Montreal ist sie Mitglied das Ensemble für Gregorianik "Les Scholastiques", leitet das Ensemble für spätmittelalterlichen Polyphonie "Les Fumeux" und unterrichtet an dem Marianopolis College mittelalterliche Geschichte und Musik.
Volker Jaekel Volker Jaekel:
Volker Jaekel studierte er Kirchenmusik (A-Examen) an der Hochschule für Kirchenmusik in Halle/Saale und an der HfM in Weimar. Während des Klassik-Studiums beschäftigte sich Volker Jaekel intensiv mit Improvisation, Jazz und Weltmusik und erhielt Unterricht bei den Jazz-Pianisten Aki Takase und Reggie Moore in Berlin. Seit 1995 intensive Konzerttätigkeit als Pianist und Organist in multimedialen (Tanz, Live-Malerei) und multikulturellen Projekten u.a. „Space of Colours“ mit Tunji Beier (perc., Australien) und Itacyr Bocato (tb., Brasilien). Mit diesem Weltmusik-Trio verwirklichte Jaekel seine Vorstellung von stilübergreifender Musik: Jazz, Klassik und Weltmusik zu einem neuen farbigen Klanggebilde verschmelzen zu lassen. Als Komponist arbeitete er u.a. für das „Choralgrafische Theater Heidelberg“ und vertonte zahlreiche Texte für Solisten und Bands. Heute lebt und arbeitet Volker Jaekel in Berlin und ist neben seinen Konzerten im In –und Ausland, als Kantor an der Nikodemus-Kirche Berlin / Neukölln tätig und leitet gemeinsam mit seiner Partnerin Elke Schneider die 2007 gegründete Chorschule „Prenzlberger Singvögel“ in Berlin / Prenzlauer Berg. Zu Nu:n stieß er 2011. www.volkerjaekel.com
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